… sind (aller Freundlichkeit und allen guten Erfahrungen die wir bis jetzt gemacht haben zum Trotz) mit Abstand das bescheuertste Volk, das wir auf unserer Reise bis jetzt kennen gelernt haben.
OK, dass wir deutschen vielleicht ein bisschen zu ordnungsliebend etc sind usw. mag ja sein.
Aber im Gegensatz zu denen ist selbst ein Chaot wie ich das absolute Organisationstalent.
Hier ein paar (relativ harmlose) Beispiele:
1.
Chris: Wir fahren Einkaufen. Braucht Ihr was?
Melle: Klopapier (für die Bar)
Thorben: Frühstück. (Es war nichts, absolut gar nichts zu essen da und ich hatte einen 10-12 Std. Tag vor mir)
2,5 Std. später:
Thorben: Hast du mir Frühstück mitgebracht?
Chris: Ne, hatten wir kein Geld mehr für.
Melle geht das Klopapier abholen und stellt fest, dass Chris ganze 2 Rollen gekauf hat. Für sage und schreibe € 1,59.
Was dann für die Getränke bezahlt wurde, die wir in der Bar verkaufen muss ich ja wohl nicht mehr erwähnen.
2.
Alle wissen: Thorben und Melle fahren morgens nach Nikiti zu LIDL (ca. 25km).
Kein Mensch sagt uns bringt dieses oder jenes mit.
Als wir wieder kommen, heißt es, wir hätten zwar kaum noch Wasser, aber das sei unterwegs. (Wasser ist wie man sich denken kann bei der Hitze das mit Abstand Wichtigste, was wir da haben). Wir fragen uns allerdings, wie das Wasser hier her kommen soll, da das komplette Team und alle Autos da sind.
Wir sind seit ca. 2 Stunden wieder da, da kommt Chris und fragt mich, ob ich nicht mal eben Wasser aus Vouvourous (ca. 16km) holen könnte, da in der Bar nichts mehr da sei.
Ungefähr 15 Minuten nachdem ich mit dem (völlig überteuerten, weil in einem Touri-Supermarkt gekauften) Wasser wieder da bin, fährt Kostas weg. Auf meine Frage wo er den hin will, antwortet Chris: “Der ist einkaufen. Wir haben keinen Kaffee und keine Milch mehr.”
3.
Nick plant eine Hochzeit.
Nick: Da kommen ca. 300 Leute. Wir müssen nur Salat machen und das Fleisch auf den Grill schmeißen. Das übrige Essen kommt vom Cateringservice.
(Wobei man sich fragt, was “das übrige Essen” sein soll… denkt einfach mal an euren letzten Besuch beim Griechen)
Nick weiter: Dann brauchen wir noch Stühle und Tische, sowie 200 Teller und Besteck.
Thorben: Äh…Nick… wenn da 300 Leute kommen und vom Buffet essen sollen… meinst du wirklich 200 Teller sind genug? Ich würde sagen du brauchst mindestens 400 eher 500 bis 600.
Nick: Ne, das wird viel zu teuer, und die essen ja auch nicht alle gleichzeitig.
Thorben: Naja, vielleicht nicht, aber manche gehen mit sicherheit 2x oder öfter zum Buffet. Und da kann ja auch nicht einer den ganzen Abend den Leuten die halbvollen Teller wegreißen um die abzuwaschen.
Nick: Hm… Naja, stimmt… dann hol ich eben 250.
Andere Geschichten, wie z.B. die, wo Nick neben Chris mit der Flex arbeitet, während dieser den tropfenden Benzintank des Generators in den Funkenregen hält etc. gibt es noch genug. Aber ich habe nicht vor hier einen Roman zu schreiben. Also belassen wir es für’s Erste dabei.
Wer jetzt denkt, wir würden vielleicht ein wenig übertreiben, dem sei gesagt, das diese 3 Beispiele nur die Spitze des Eisberges darstellen.
Feny, Micha und meine (Thorben’s) Mama können das bezeugen.
Auch die naheliegende Vermutung, dass einfach die Crew der Banana Beach Bar eine Ausnahme darstellt, ist nicht richtig.
Die Mitarbeiterin in dem Tierheim wo wir Rala haben impfen lassen (auch eine deutsche, die mittlerweile seit mehreren Jahren hier lebt) bezeichnet Griechenland als “Scheißland” und die Griechen ausnahmslos als “Kackbratzen”